Kroatien Juni 2017

03. Juni 2017 - Vorbereitung
Koffer sind gepackt, Pickerl besorgt und morgen früh um 3:30 Uhr gehts los. Wir fahren mit den Auto über Österreich, Slowenien nach Kroatien.
Unser Ziel ist Istrien; dort warten dann schon unsere kroatischen Freunde Durdica und Renato auf uns. Istrien war schon häufiger unser Ziel und wir haben diese Halbinsel schon fast zu jeder Jahreszeit besucht. Außer im Winter.
Wir kommen immer gerne wieder dorthin zurück.

04. Juni 2017 - Anreise
Nach einer 8-stündigen Fahrt mit kleinen Unterbrechungen sind wir heil in unserem Domizil angekommen. Unsere Freunde und gleichzeitig auch Vermieter und empfingen uns sehr herzlich. Es war wie immer alles hervorragend vorbereitet. Selbstgemachter Quarkstrudel und ein selbstgemachter Schnaps stand in unserem kleinen Ferienhaus schon bereit. :-)

Unser Ferienhaus befindet sich in der Mitte eines kleinen Dorfes und man bekommt natürlich einen großen Teil des Dorflebens mit. Die Bauern beginnen schon sehr früh mit ihrer Arbeit. Das muß man mögen, so mittendrin zu sein.
Für uns ist das aber genau richtig.

Zur Begrüßung hatte Durdica für uns aufgekocht; Frischen Fisch und Calamari mit Kartoffeln, selbstgemachtem Pesto und einem leckeren Salat.
Liebe Durdica, danke dafür.

Unser Ferienhaus hat locker Platz für 4 bis 6 Personen. 2 Schlafzimmer mit je zwei Schlafplätzen und im unteren Wohnbereich noch eine Schlafcouch. Eine kleine Kochecke mit Herd und Ofen, Mikrowelle, Kühlschrank mit Gefrierfach, ein Bad mit Badewanne und Dusche im oberen Teil des Hauses und eine Waschmaschine stehen zur Verfügung.

05. Juni 2017 - Seele baumeln lassen
Heute waren wir den ganzen Tag in im Garten und haben erstmal die Ruhe genossen - und
uns in die Sonne gelegt und sind einfach nur mal angekommen. Einen Spaziergang rund um das Dorf haben wir auch noch unternommen und ganz viele Fotos gemacht.

Am Abend gab es dann Spaghetti mit einem hervorragenden Pesto aus Petersilie, Knoblauch und selbstgemachtem Olivenöl. Einfach nur lecker. :-)
Wenn wir von unseren Gastgebern Olivenöl bekommen, ist das immer ein besonderes Geschenk.

06. Juni 2017 - Labin
Heute haben wir uns Labin angesehen. Labin thront oberhalb von Rabac. Der alte Name von Labin war Albona und wurde bereits im Jahre 285 in alten Aufzeichnungen erwähnt. Wir haben einen Spaziergang durch die wunderschönen engen Gassen der Altstadt gemacht. Die charmante Mischung aus alter Architektur, kulturhistorischen Denkmälern und zahlreiche kleinen Ateliers dieses Städtchens machen es einem leicht sich dort wohl zu fühlen.
Wir freuen uns schon auf den kommenden Dienstag, weil wir dann eine nächtliche Führung mit anschließender Verkostung machen wollen.
Ich werde Euch berichten.
Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie einen Kaffee in einem der sympathischen Kaffeestuben und lassen Sie das Städtchen auf sich wirken.

Wir fragten heute Durdica, wo man guten Fisch kaufen kann. Sie hat uns die Markthalle in Labin empfohlen. Dort würde es wohl guten, günstigen und sehr frischen Fisch und Meeresfrüchte wie Calamari und Scampi geben.
Gegen 10 Uhr haben wir uns dann auf den Weg gemacht, um uns dort umzusehen. Hier findet man sehr viele Einheimische, die sich in den Cafés rund um die Markthalle tummeln.
Die Markthalle ist auf 2 Etagen verteilt; im oberen Bereich bieten einheimische Bäcker, Metzger und Gemischtwarenhändler ihre Waren feil. Im unteren Bereich ist ein wundervoller Gemüsemarkt, der keine Wünsche offen lässt. Etwas versteckt findet man dann auch den Fischmarkt, der in einem kleinen Nebenraum untergebracht ist.
Wir kauften uns dann 800 g Sardellen. Sie waren wirklich sehr frisch. Die nette Fischhändlerin zeigte mir noch, wie ich sie zum Frittieren vorbereiten muss. Das war in Nachhinein wirklich sehr hilfreich. Am Abend habe ich sie uns dann zubereitet. Nach dem Reinigen der Sardellen habe ich sie noch etwas gewässert, danach getrocknet und mehliert. Anschließend in gutem Öl frittiert. Dazu gab es Petersilienkartoffeln mit brauner Butter. Fisch und Kartoffeln wurden dann noch mit frischer Petersilie und Zitronensaft beträufelt.
Es fasziniert mich immer wieder, was man aus guten, einfachen Produkten für leckere Gerichte zaubern kann. Einfach lecker.

07. Juni 2017 - Rovinj
Heute waren wir ins Rovinj, eine sehr malerische Stadt, die einen mit ihren engen Gassen verzaubert. Hinter jeder Ecke lauert eine neue Überraschung. In Rovinj wird sehr auf angelegte Grünflächen, Sauberkeit und Ordnung geachtet.

Viele kleine Restaurants laden zum Verweilen ein. Galerien mit wirklichen Schätzen, handgemachte Kleinigkeiten, aber auch klassische Souvenierläden bieten ihre Waren feil. Es ist für jeden etwas dabei.

In Rovinj waren wir auch schon in den etwas stilleren Jahreszeiten und konnten die Stadt auch ohne Touristenansturm genießen. Sie ist aber zu jeder Jahreszeit wunderschön und immer unser Ausgangsort für Tagestouren auf dem Meer zum Limski-Kanal oder zu den Brunji-Inseln. Es werden auch Delphintouren angeboten, die aber nicht immer erfolgreich sind. Wir haben nach 6 Besuchen in Istrien noch nie Delphine gesehen. Bitte also darauf einstellen, dass es nicht immer von Erfolg gekrönt ist. Uns geht es aber meist um den Tag auf dem Meer, leckeren Fisch und einfach nur abschalten.

Rovinj ist heute eine Halbinsel, das war aber nicht immer so. 1763 wurde die Insel mit dem Festland verbunden. Im Westen ist die Halbinsel von der Adria umgeben und im Norden vom Limski-Kanal.

08. Juni 2017 - Skitaca, Prtlog (Duka Luga), Rabac

Skitaca
An diesem Tag war unser erstes Ziel Skitaca, dort sammeln wir bei jedem Besuch in Kroatien wilden Salbei.
Es ist für uns ein Kraftplatz geworden, an den wir immer wieder zurückkehren.

Wir sind über Labin, Richtung Sv. Marina und dann Richtung Ravni nach Skitaca gefahren. Die Strecke ist sehr einsam und man muß am Schluß die ca. 400 Höhenmeter mit ziemlichen Steigungen und sehr engen Straße überwinden. Immer wieder ein kleines Abenteuer, aber eine sehr schöne Strecke weitgehend am Meer entlang.
Es gibt aber eine weniger atemberaubendere Strecke von Labin über Kapelica, Salakovici, Polje und Brovinje nach Skitaca.

Skitaca ist auf einem wunderschönen Plateau in 470 m Höhe; das Dorf Susnjevica wurde 1460 gegründet. Leider ist das Dorf fast gänzlich verweist, nur noch 10 Bewohner leben dort.
Von diesem Plateau hat man immer wieder wundervolle Aussicht z.B. auf die Kvarner Inseln an der Ostküste.

Einer uralten Legende zufolge besuchte die Heilige Lucia auf ihrer Reise um die Welt einen steinigen Felsen in der Nähe von Skitaca. Sie legte sich hin, um etwas auszuruhen. Als sie wieder erwachte, bemerkte sie in ihrer Nähe eine neue Quelle. Sie benetzte ihre Augen mit dem Quellwasser, um sich etwas zu erfrischen. Seit diesem Tag soll das Wasser nie mehr versiegt sein. Wallfahrer besuchen heute noch diese Quelle und waschen ihre Augen mit dem Wasser aus der Quelle, da sie augenheilende Wirkung verspricht. Tatsächlich versiegt diese Quelle auch an heißen Tagen nicht und ist die einzige Quelle der ganzen Gegend.
Die Quelle befindet wenige Meter unterhalb der Bergspitzen des Brdo, 475 m über dem Meerespiegel. Der Brdo ist einer der höchsten Berge dieses Plateaus.

Im Anschluß ging es an einen schönen kleinen Strand, den wir 2015, bei unserem letzten Besuch, entdeckt haben.

Prtlog (Duka Luga) - Baden
Er ist nicht sehr breit, aber wunderschön. Man muss allerdings gut zu Fuß sein, um ihn zu erreichen. Aber man wird dann wirklich belohnt.
Dieser Platz befindet sich unweit von Prtlog (Duka Luga) in der Nähe von Labin. Es sind zwar viele Urlauber dort unterwegs, allerdings verteilt es sich auch ganz gut.
Man kann dort sehr gut ins Meer hinein kommen und auch hinaus schwimmen, ein großer Baumstamm liegt quer über den Strand, auf dem man sehr bequem sitzen kann. Natürlich kann man sich auch mit einem Handtuch auf die Steine legen und sich von der Sonne verwöhnen lassen.

Rabac
Danach haben wir uns zu einem Besuch in Rabac angekündigt. Die Eltern unserer Vermieterin haben uns zu sich eingeladen, sie unterhalten dort vier kleine Ferienwohnungen in ihrem Haus.
Auf 16 Uhr waren wir eingeladen. Typisch, wie wir Deutschen meist auch sind, auf die Minute pünktlich. Wir wurden sehr herzlich von ihnen begrüßt und auch gleich auf die kleine Terasse vor dem Haus gebeten. Es ist ein sehr schöner Platz mit Blick aufs Meer. Obwohl ich denke, dass man in Rabac von fast jedem Haus aus einen Blick auf das Meer erhaschen kann.
Wir saßen also an einem Platz, von dem ich nur träumen kann. Duricas Mama kochte Kaffee, brachte selbtgebackenen Kuchen, ein Schnäpschen und guten Weißwein. Wir wurden wieder einmal bestens versorgt. Wir durften die Kroaten bis heute immer als sehr gastfreundliche, herzliche Menschen kennenlernen.

Nun noch ein bisschen allgemeine Informationen zu Rabac:
Rabac ist ein sehr belebter Touristenort an der Ostküste der Region Istrien. Der Gebirgszug Ucka ist nicht weit entfernt. Aus einem kleinen Fischerort entwickelte sich Rabac schon in den 1970er Jahren zu einem sehr beliebtem Urlaubsort in dieser Region.

Die Uferpromenade und der Hafen sind das Zentrum von Rabac. Dahinter befinden sich die ganzen Berghänge empor Feriensiedlungen. Hier zählt, wer früh bucht, bekommt die Ferienwohnung nah am Zentrum. Ansonsten darf man sportlich immer den Hang hinauf, jedoch entschädigen die atemberaubenden Aussichten für jegliche Anstrengung.

Rabac wäre nun für mich nicht die erste Wahl als Urlaubsort, da ich lieber die ruhigeren, besinnlicheren Ecken mag. Aber das soll hier keine Bewertung sein.

09. Juni 2017 - Badetag und Fischerfest in Vrsar
Vrsar entdeckten wir während unseres letzten Aufenthalts im September 2015. In der Nebensaison ist es ein wunderschönes Fleckchen, zu dem es sich lohnt auch einmal einen Ausflug zu machen. Der kleine, alte Ort auf dem Berg ist sehr verschlafen in dieser Zeit. Von dort gibt es schöne Plätze zum Ausruhen, die einem einen wundersbaren Blick über die ganze Bucht mit ihren kleinen Inseln bieten. Zum Seele baumeln lassen nur zu empfehlen.

Das Leben spielt sich meist am Hafen ab. Dort liegen viele kleine und große Schiffe, sowie Segelboote vor Anker. Es gibt viele Geschäfte, kleine Bars und Restaurants und eine sehr schöne Promenade. Die Gegend um Vrsar ist touristisch sehr ausgebaut und ganz auf Urlauber abgestimmt.

Unser Ziel gestern war das Fischerfest, welches einmal im Monat dort in der Vor- und Hauptsaison stattfindet. Offziell beginnt es um 19 Uhr, aber es schadet nicht etwas eher dort zu sein, um einen guten Platz zu ergattern. Dann wird aufgetischt und es gibt einige Stände, an denen man die Köstlichkeiten, die das Meer uns beschert, schlemmen kann. Einen guten Wein dazu und man braucht nicht mehr. Es werden einheimische Tänze und Volksmusik dargeboten und man kann den Abend gut dort verbringen.

Deshalb hatten wir uns entschlossen schon am frühen Nachmittag nach Vrsar zu fahren um dort einen Badetag zu machen. Dort ist es wundervoll zu schwimmen und Stefan genoss es in vollen Zügen. Da ich eher wenig ins Wasser gehe, weil ich lieber die Sonne genieße und über das Meer schaue, habe ich mich gestern einfach mal in Unkosten gestürzt und 50 Kuna (knapp 7 €) für eine Liege und einen Sonnenschirm ausgegeben. Das war es mir allemal wert.

Noch ein bisschen Allgemeines zum Ort Vrsar.
Vrsar liegt zwischen Porec und Rovinj auf der kroatischen Halbinsel Istrien, direkt am Limski-Kanal und ist ein zauberhafter Urlaubsort. Im Westen findet man 18 traumhafte kleine Inseln, im Süden das Naturreservat Limski-Kanal im Süden und östlich gelegen ist das Waldreservat Kontija.

Vrsar ist die "Bildhauerstadt" Kroatiens. Im Montraker, einem verlassenen Steinbruch, befindet sich die internationale Sommerschule für Bildhauerei. Ende September werden ihr Workshops für Interessierte angeboten. In ganz Vrsar begegnen einem Skulpturen, die in vergangenen Workshops entstanden sind.

10. Juni 2017 - Kirschfest in Lovran
Eigentlich wollten wir auf das Kirschenfest in Lovran und davor planten wir noch den Lungomare entlang zu laufen. Wir haben ihn bei unserem letzten Besuch 2015 entdeckt. Der Lungomare, heute Franz-Josef-I.-Weg, erstreckt sich von Lovran nach Opatja direkt am Meer entlang. Er ist über 100 Jahre alt und wurde in Etappen in der Blütezeit des Kur- und Urlaubsortes Opatja gebaut. Der Lungomare ist ein wundervoller, verwunschener Weg mit herrlichen Fotomotiven.
Alte Villen säumen den Weg und man bekommt Einblicke aus einer ganz anderer Sicht. Man fühlt sich zurück versetzt in eine ganz andere Zeit. Es gibt auch immer wieder kleine Badestellen direkt am Meer, wo man verweilen kann, sich im Meer etwas abzukühlen und die Sonne genießen. Auch wir haben uns ein Plätzchen gesucht und Stefan hat sich in die Fluten gestürzt; ich habe die Seele baumeln lassen und den Blick aufs Meer genossen.

Wie bereits erwähnt, wollten wir auf das Kirschenfest in Lovran, welches dieses Jahr vom 10.06. bis 18.06.2017 stattfinden soll. Der Eröffnungstag soll der schönste sein. Ein großer Kirschstrudel wird in der Altstadt in Lovran aufgebaut und man kann frischen Kirschstrudel schlemmen. Die Restaurants und Café stellen sich auch auf das Kirschfest ein und bieten allerlei Köstlichkeiten mit Kirschen an.
Leider konnten wir keine Hinweise für das Kirschfest bzw. die Eröffnung entdecken und Stände waren auch nicht aufgebaut. Nur ein verschämtes Plakat direkt am Marktplatz in der Altstadt konnten wir finden. Leider stand auf dem Plakat kein Datum und auch kein Hinweis, wo das Fest stattfinden soll. So sind wir nach einem wundervollen Tag am Meer und auf dem Lungomare unverrichteter Dinge wieder zurück in unser Ferienhaus gefahren.

11. Juni 2017 - Prtlog (Duka Luga), Rabac
Heute haben wir wieder einen Strandtag eingelegt und sind wieder nach Prtlog gefahren. Dort ist wirklich noch unberührte Natur. Solche Bereiche findet man nur noch selten. Leider haben wir heute erfahren, dass Prtlog erschlossen werden soll und ein Badeort entstehen soll. Der kroatische Präsident hat dies vor zwei Tagen bei einem Besuch in Rabac verkündet. Ich hoffe die Proteste der Menschen, die dort wohnen, haben Erfolg. Es ist so wundervoll dort. Wenn ich darüber nachdenke, dass diese Gegend unwiderruflich zerstört werde soll, blutet mir das Herz.

Im Anschluss wollten wir Rabac nochmal eine Chance geben. Es gibt wunderschöne Fotomotive, wenn man sich richtig stellt und einige Dinge versucht nicht auf die Bilder zu bekommen.
Viele Souvnirstände, Kneipen und Restaurants säumen die einzige Promenade direkt am Seeufer in Rabac. Wir wollten eigentlich ein kleines schönes Café suchen - leider keine Chance. Wenn man wirklich Party machen möchte im Urlaub und Bettenburgen einen nicht stören, dann ist man in Rabac gut aufgehoben. Leider ist dies nicht meine Art Urlaub zu machen. Rabac war bestimmt vor vielen, vielen Jahren mal ein wunderschöner Platz, wie Prtlog.

Zu Prtlog lade ich noch ein paar alte Bilder hoch, damit ihr Euch vorstellen könnt, was für ein wundervolles Stückchen Land dort ist.

12. Juni 2017 - Rovinj und ab aufs Meer
Rovinj ist ein perfekter Ausgangspunkt für Tagestouren aufs Meer. Heute sind wir um 8:15 Uhr los, weil wir noch einen Platz auf einem Boot ergattern wollten.
Man kann solche Tagestouren auch über Internet oder ortsansässige Touristen-Büros buchen. Wir fahren immer sehr früh nach Rovinj und sprechen die Bootsführer direkt an. Für zwei Personen findet sicher meist immer noch ein Platz. Wobei ich sagen muss, dass ich keine Erfahrungen in der Hochsaison habe. Wer sicher gehen möchte, kann ja ein Ticket über eine der Agenturen buchen.

Unser Weg übers Meer führte uns von Rovinj aus an einigen der Rovinj vorgelagerten Inselchen vorbei zum Limski-Kanal, wobei in der Ferne Vrsar zu erkennen war. Der erste Anlaufpunkt im Limski-Kanal, auch manchmal Limski-Fjord genannt, war eine der Höhlen am Limski-Kanal. Diese Höhle ist auch die größte dort und nur vom Meer aus zugänglich. Von hier aus hatten Piraten eine gute Sicht auf die Bucht und konnten Verfolger sehr schnell ausmachen. Hier wurde auch der Film "Die Wikinger" von 1958 mit Kirk Douglas und Tony Curtis gedreht. Heute versucht man die Höhle kommerziell zu nutzen.

Nachdem Halt an der Höhle ging es noch kurz den Limski-Kanal entlang bis zu den Fisch-, Austern- und Muschelfarmen. Danach drehten wir wieder um und fuhren zu einem Platz, an dem man schwimmen kann und uns das Mittagessen gereicht wurde. Kleine Schnittchen als Vorspeise, frischer Fisch, Putenfilets, Salat und Weißbrot sowie Käse, Birnen und Oliven als Nachtisch. Von Anfang an wurden natürlich auch Getränke zur Verfügung gestellt. Ich nahm zu meinem Fischteller ein gutes Glas Weißwein.
Im weiteren hatten wir auf der Fahrt auch eine wundervolle musikalische Unterhaltung durch Roberto. Er sang hervorragend zum Akkordeon und trug natürlich dadurch zu einer sehr romatischen Stimmung bei.
Das weite Meer und alte Schlager sind einfach eine gute Mischung.

Vom Badeplatz ging es dann wieder zurück nach Rovinj. Wir werden Toni, unseren Skipper, nochmal auf seinem Schiff besuchen und einen weiteren Tag auf dem Meer genießen.

13. Juni 2017 - Abendliche Stadtführung in Labin
Tagsüber waren wir heute nicht unterwegs und haben den Tag mit Nichtstun verbracht. Das ist manchmal gar nicht so leicht.
Allerdings ist es uns ganz gut geglückt.

Am Abend sind wir dann nach Labin gefahren, um an einer nächtlichen kostenlosen Stadtführung teilzunehmen. Viel Interessantes ist dort zu erfahren. Dass ein enger Mitarbeiter Luthers aus Labin stammt, dass sich ein Bergwerksstollen in einen Barockpalast verbirgt und vieles mehr über die stürmische Geschichte der mittelalterlichen Stadt.
Ein Mann in Bergmannsuniform namens Mario und 4 Führerinnen im Setona-Kleid führten jeweils eine Gruppe in der Landessprache der vorher entsprechend aufgeteilten jeweiligen Touristengruppe. Die Führungen werden in unterschiedlichen Sprachen durchgeführt, z.B. englisch, deutsch, spanisch, französisch, Italienisch, tschechisch und natürlich auch kroatisch, je nachdem, was für Sprachen gefordert sind. Setona war übrigens eine Labiner Göttin, die Schutzpatronin der Reisenden.

Die Führung endete dann beim Negri-Palast, wo wir einen sehr guten Grappa verkostet haben, aber auch ein hervorragendes Olivenöl. Wer wollte, konnte dort auch noch landestypische Produkte erwerben.

Es war ein wundervoller und informativer Spaziergang durch die Labiner Altstadt. Ich kann die Führung, welche im Sommer jeden Dienstag abends um 21:30 Uhr stattfindet, bestens empfehlen.

14. Juni 2017 - Zminj und Rovinj
Zuerst ging es auf den "Wochenmarkt" in Zminj. Wenn man einen typischen Markt in Istrien besuchen möchte, ist man dort gut aufgehoben. Es gibt alles, von lebenden Schweinen und Hühnern über Futtermittel, Kleidung, Schuhe, Käse, Eier, Honig bis hin zu frischem Gemüse. Wenn man sich wirklich unter Einheimische mischen möchte, ist man dort gut aufgehoben.
Wir haben uns einen sehr guten Käse von einem dort ansässigen Bauern gekauft und hervorragenden frischen Knoblauch.
Der Markt findet immer an jedem zweiten Mittwoch eines Monats statt. Viel Spaß beim Besuch.

Wir haben unser Herz an Rovinj verloren. Deshalb haben wir heute abermals den Tag dort verbracht.
Anfangs habe ich mir eine Miro-Ausstellung mit dem Titel "Formen der Freiheit" im Heimatmuseum in Rovinj angesehen. Über Radierungen, Lithographien und Orignale ist dort einiges von Miro zu sehen. Ich liebe einfach Miro und war wieder einmal von seiner Kunst begeistert. Einfach sehenswert.
Im Anschluss sind wir an der westlichen Seite der Altstadt am Strand Monte baden gegangen. Dieser Strand ist sehr steinig und in den Felsen sind Liegeflächen angelegt. An manchen Stellen sind Leitern angebracht, um problemlos ins Meer zu kommen. Es ist ein besonderer Platz zum schwimmen. Dort zu sitzen und übers Meer zu schauen, die Boote zu beobachten, die Sonne zu genießen und im Hintergrund das Leben der Stadt zu spüren ist unbeschreiblich schön.
Danach sind wir noch ein bisschen in die schmalen Gassen, unweit vom Meer eingetaucht und ich habe noch ein paar besondere Ecken fotografiert. Zwischen und unter den Häusern kann man über lange Treppen zum Meer hinuntersteigen und stille Plätze zum Verweilen finden. Wir haben dort noch eine Weile gesessen und uns von dem Flair, der dort herrscht, verzaubern lassen.

Rovinj ist fast zu jeder Jahreszeit eine bezaubernde Stadt.

15. Juni 2017 - Rovinj
Heute waren wir das letzte Mal in Rovinj. Wir haben uns nochmal mit Toni für eine Bootsfahrt verabredet und sind wieder hinaus aufs Meer. ;-)
Es war wieder wundervoll, einfach nur die Seele baumeln lassen, übers Meer schauen und im Limski-Kanal etwas schwimmen.
Im Anschluß habe ich noch in der Altstadt ein paar Fotos geschossen und für diesen Urlaub Abschied genommen.
Wir kommen bestimmt wieder.